Home   Slotcar Racing   Slotcar Renntermine   Slotcar Fotos   Slotcar Bautipps   Slotcar Bahnen

News    Über mich   Kontakt   Impressum                                                              

 

   

 

 

 

 

 

 

 

Slotcar Bautipps

Karosseriemontage:

Hochzeiten von Scaleracern eine schwierige Geburt???

Neben Fragen nach Lack und Kleber , ist die Frage nach der Montage der Karosserie auf eines der üblichen Scaleracing Chassis die am häufigsten gestellte Frage von Neueinsteigern im 1/24 Scaleracing Bereich.

Während man in der Automobil Industrie mit Hochzeit den Einbau des Motors in das Auto bezeichnet, meint man damit im Slotracing die Montage der Karosserie auf dem Chassis.

Nach dem in der Januar Ausgabe schon ein wenig auf die Montage von Karosserien auf Sakatsu Chassis eingegangen wurde, wollen wir uns nun mit den Chassis befassen die einen Winkelträger zur Karosserie Befestigung nutzen.

Die bekanntesten Vertreter sind von Motor Modern, Plafit und Schöler.

Die anschließend beschriebenen Verfahrensweisen lassen sich aber prinzipielle auch auf andere Scaleracing Chassis mit Winkelträgern übertragen.

Die Chassis Hersteller liefern meist ein Stück Moosgummi mit welches die Verbindung zwischen Träger ein wenig Dämpfen soll. Dieses Moosgummi federt je nach Breite auch beim fahren etwas und bei einem Abflug gegen die Bande dämpft es den Aufprall auch ein wenig ab, weil die Kräfte die auf die Karosserie wirken nicht sofort aufs Chassis übertragen werden. Hierzu sagt der Crashversuchs Ingenieur: Erst schlagen die ca. 60gr der Karosserie ein kurze Zeit später die 130gr des Chassis.

Mann sollte schon aus diesem Grund das Moosgummi unbedingt verwenden, kann es aber je nach gewünschter Dämpfung in verschiedenen Stärken wählen.

In ca.10mm Stärke bekommt man es im Baumarkt als Auflage für Maurerwerkzeuge, in ca.5mm ist es in den Plafit Chassis vorhanden und in ca. 3mm(6mm als Zubehör) bei den Motor Modern Chassis.

Kommen für nun zu den einzelnen Arbeitsschritten:

Bevor wir uns mit der Montage befassen sollte das Interieur komplett fertig sein und von innen an der Karosserie befestigt werden. Bei den abgedruckten Bildern wurde zur besseren Sichtbarkeit das Inlett zumm Teil weggelassen.

Wenn die Karosseriehalter erst an der Karosserie festgeklebt sind lässt sich das Interieur meist nicht mehr herausnehmen. Aus diesem Gund sollte auch die Karosserie schon lackiert sein.

Nur bei Lexanfahrereinsätzen oder bei sehr kleinem Interieur wie z.b. bei modernen Le Mans Sportwagen kann man den Schritt der Hochzeit vor dem Lackieren wagen.

Selbstverständlich ist zu kontrollieren ob sich die Karosserie einwandfrei über das Chassis stülpen lässt also keine Teile vom Interieur stören etc.

Auch das Chassis sollte selbst redend fertig aufgebaut sein also mit den richtigen Reifen, eingestellter Bodenfreiheit, Spurweite, Radstand etc.

Der Aufbau des Chassis wurde schon in einigen Col Ausgaben beschrieben(z.B. Col 2/2002)

1. Je nach Karosserie wird das Moosgummi auf den Halter oder in die Karosserie geklebt.

Bei Karosserie Typen die an der Seite gerade sind empfiehlt es sich das Moosgummi auf den Winkelhalter zu kleben. Dafür wird das Moosgummi passend geschnitten und mit 2-komponenten Epoxikleber oder Pattex Stabelit auf den Aluwinkel geklebt. Den Winkel sollte man an den Klebestellen ein wenig anrauen und entfetten.

Um die Klebestelle belastbarer zu machen ist es sinnvoll auf das Moosgummi einen Streifen Messingblech zu legen und diesen mit zwei Wäscheklammern zu fixieren.

Hat man eine Karosserie die sich nach unten verjüngt also gebogen ist, wie z.b ein Fujimi Ford GT 40 ist es sinnvoll das Moosgummi zuerst in die Karosserie zu kleben.

Grund hierfür ist das man die Karosserie nicht mehr über die Halter samt Moosgummi gestülpt bekommt.

Das Moosgummi sollte man ebenfalls zurechtschneiden, diesmal aber lieber etwas größer als der Halter ist und an den Stellen in der Karosserie einkleben an denen nachher auch der Halter positioniert sein wird.

Als Kleber eignen sich ebenfalls die oben beschriebenen.

Auch hier sollte man während des Aushärtevorgangs das Moosgummi andrücken dies geschieht ebenfalls mit Messingblechen und Wäscheklammern, um Beschädigungen an der Karosserie zu vermeiden sollte man aussen zwischen Wäscheklammer und Karosserie ein Stück Moosgummi oder Lexan legen.

Nachdem dies geschehen ist stellt man die Winkelträger des Chassis ca.1-2mm breiter ein wie das Maß was man innerhalb der Karosserie hat an dem die Halter bzw. Das Moosgummi sitzt.

Zur Probe wird die Karosserie über das Chassis gestülpt um zu sehen wo man eventuell noch was verändern Muss weil Teile vom Interieur stören oder der Radstand nicht 100% eingestellt ist.

Bevor nun die Karosserie auf dem Chassis verklebt wird sollte man die Karosserietragerplatten, bei Schöler (wie Plafit) und Plafit in H-Form 

bei Motor Modern in U-Form festsetzen.

Hierfür nimmt man bei Motor Modern die Distanzen, die dafür sorgen das der Träger beweglich ist raus und setzt diesen mit Schrauben fest. Dabei sollte man darauf achten den Träger nicht zu verziehen bzw. Schief festzuschrauben.

Bei Schöler und Plafit legt man eine 1/8 Zoll Achsdistanz unter die Mutter, die Distanz ist größer wie die Messinghülse und der Halter wird so festgestzt.

Bei Plafit und Motor Modern ist es zusätzlich Sinnvoll die Federung festzusetzen, hierfür werden ebenfalls die Distanzen und Federn herausgenommen.(siehe auch Bild 3 und 4) Bei Plafit langt auch die schon verwendete 1/8 Zoll Distanz aus weil sie außen so groß ist das sie auch die Federung mit festsetzt.

Nun stehen wir also vor dem Hauptproblem: Wie setzte ich die Karosserie aufs Chassis das nachher nicht schleift alles gerade ist und die Bodenfreiheit stimmt.

Hierfür gibt es drei gängige Methoden:

1.Methode(Quer auf Brett)

Empfehlenswert wenn die Karosserie seitlich die gleiche Bodenfreiheit haben soll wie das Chassis, besonders gut geeignet bei Aktuellen Touren und Sportwagenkarosserien aus Plastik die durch die gute Fertigungsqualität im unteren seitlichen Bereich gerade laufen.

Das Chassis wird quer auf ein Holzbrett gestellt welches so schmal ist das alle 4 Räder des Fahrzeuges in der Luft schweben. Die Karosserie wird darüber gestülpt und soweit heruntergedrückt bis die Seitenteile ebenfalls auf dem Holzbrett aufliegen.

Ggf. kann man an der Seite ein Stück Klebeband aufkleben oder dünne Distanzen unterlegen hier eignen sich besonders die Blätter von Fühlerblattlehren(0,1-1mm Baumarkt oder Werkzeughandel) besonders gut.

Dies ist bei Verwendung von weichen Moosgummi zwischen Winkel und Karosserie sogar empfehlenswert weil sich durch das Moosgummi die Karosserie später noch ein wenig setzt.

Nach der Probe kann man dann den das Moosgummi oder den Winkelträger mit 2 k-Epoxi oder Pattex Stabelit einschmieren und die Karosserie wie bei der Probe beschrieben auf das Chassis festkleben und dem Radstand entsprechend ausrichten.

 

2. Methode(Karosserie auf Reifen)

Hierbei steht das Chassis normal auf dem Baubrett, die Spurbreite wird aber so Breit eingestellt das die Karosserie mit ihren Radausschnitten auf dem Reifen aufliegt.

Um ein Durchbiegen des Chassis zu verhindern ist es sinnvoll ein Blechstreifen entsprechend der Stärke der Bodenfreiheit unter das Chassis zu legen.

Wieder werden Moosgummi oder Karosseriekleber mit Kleber eingeschmiert und die Karosserie übers Chassis gestülpt bis die Radausschnitte auf den Rädern aufliegen, hier ist es natürlich besonders wichtig den Radstand genau einzustellen.

Nach dem Aushärten wird zwischen dem Karosserieträgerplättchen und dem Karosserieträger (H oder U Form) ein Unterlegscheibe mit 0,5mm Stärke gelegt.

So hat das Auto nachher die nötige Höhe und die Räder schleifen nicht im Radkasten. Abschließend stellt man die Spurweite wieder auf das normale Maß zurück.

Diese Methode ist bei gefederten Chassis nur mit Einschränkung zu empfehlen, weil die gefederten Chassis entweder vorne(Plafit, eventuell Schöler) oder hinten(Motor Modern) etwas mehr Platz im Radkasten benötigen.

 

3. Methode(Karosserie auf Distanzen)

Die am häufigsten Verwendete Methode weil man sie überall anwenden kann.

Das Chassis steht auf dem Baubrett, zur Sicherheit wieder mit einem Blechstreifen unterm Chassis.

Entsprechend der verschiedenen Karosserie Formen werden Distanzen vorne und hinten oder rechts und links unter die Karosserie gelegt. So kann man vorne und hinten verschiedene Höhen einstellen.

Nach erfolgter Generalprobe wird ebenfalls das Moosgummi oder der Karosserieträger mit Kleber eingeschmiert, die Karosserie auf Chassis geklebt und soweit heruntergedrückt bis sie auf den Distanzen , für die sich auch Eisstiele oder ähnliches eignen, aufliegt.

Nachdem, mit welcher Methode auch immer, die Karosserie auf dem Chassis sitzt und der Kleber ausreichend Zeit hatte auszuhärten, müssen wir unserer Maßnahmen zur Festsetzung von Karosserieträger Platte(H oder U-Form) und eventuell der Federung rückgängig machen.

Hierfür braucht man die 4 Schrauben der Karosseriebefestigung meist nur zu lösen und man kann die Karosserie seitlich herausklicken.

Nachdem die Karosserieträger wieder gangbar sind wird die Karosserie gleich wieder montiert und der Sitz überprüft.

Wenn die Karosserie nicht 100% sitzt braucht man dies nicht gleich wieder herunter zu reißen, mit Hilfe von Distanzen die zwischen Trägergrundplatte und Karosserie Träger gelegt werden(siehe auch Bild 7) kann man das sehr leicht ausgleichen.

Hierfür eignen sich die Plafit Nylon Achsdistanzen hervorragend, diese gibt es in Stärken von 0,13, 0,25, und 0,5mm.Diese kann man an den betreffenden Stellen unterlegen um den Body etwas höher zu bekommen.

Wenn dann alles passt steht der Hochzeitsreise auf der heimischen (Club) Bahn nichts mehr im Wege.

Tipps bei Problemen

Bilder und Texte: Matthias Parke

http://www.werkshomepage.de

Tipps nach Kategorien:

Klarlack

Kleberatgeber

Lexanteile

Wieselreifen schleifen

Schleifer

Karosseriemontage

Motorverkabelung

Ein "Dankeschön" an Matthias Parke.

 

 

            

 
 
~Webdesign by AT.....im Auftrag .und Copyright (©  Slotcar Berlin Brandenbug für Interessierte von Slotcars aus Berlin und Brandenburg~